Mit Fitness durchs Alter

Jeder von uns altert individuell. Es ist nicht belegt, dass ausschließlich die Gene für den Prozess der Alterung verantwortlich sind. Nicht zu unterschätzen sind die persönlichen Gewohnheiten und 

Lebensumstände, die ebenfalls eine große Rolle einnehmen. Die Konsequenz dieser Erkenntnis ist also, dass jeder Mensch selbst seinen Alterungsprozess beeinflussen, ihn begünstigen oder aber verlangsamen kann. Denn im Allgemeinen sind wir alle bis ins hohe Alter arbeitsfähig und leistungsstark. Das Alter zu Beginn oder zum Wiedereinstieg in den Sport ist an dieser Stelle irrelevant und hat keinerlei Einfluss auf den individuellen Trainingsverlauf. 

Es konnte medizinisch bewiesen werden, dass Bewegung ein Schlüssel zu geistiger Gesundheit ist. Dabei hilft jeder einzelne Schritt die Durchblutung des Gehirns anzukurbeln und somit seine Sauerstoffzufuhr um bis zu 30% zu steigern. Dass mehr Konzentration und Kreativität die Folge dieser Steigerung sind, leuchtet ein. 

Durch eine einigermaßen regelmäßige Bewegung können Fettablagerungen zwischen den Gehirnzellen geschmälert werden, sodass Nervenimpulse deutlich erleichtert weitergegeben werden können. 

Neben der geistigen Dynamik verlängert regelmäßige Bewegung aber auch die persönliche Lebenserwartung um drei bis fünf Jahre. Ein weiterer triftiger Grund, ein wenig sportliche Aktivität in den Alltag einzubauen und im wahrsten Sinne des Wortes langfristig davon zu profitieren. 

Ganz spontan können jedoch auch einige positive Aspekte des Sports im Alltag festgestellt werden. Wer durch gelenkschonende Sportarten wie Walken, Radfahren oder Schwimmen sein Gewicht reduziert, belastet dadurch im Alltag beanspruchte Körperpartien wie Hüfte oder Knie selbstverständlich weniger. 

Ebenso wirkt regelmäßige Bewegung dem altersentsprechenden Muskelschwund, der sich mit dem 65. Lebensjahr langsam einstellt, konsequent entgegen. Diese Feststellung sowie die beim Sport freigesetzten Glückshormone steigern nachweislich das Wohlbefinden und die Lebenslust. 

Direkt aufzuspringen und loszurennen wird natürlich nicht von Ihnen erwartet. Ganz im Gegenteil, Sport sollte auf keinen Fall mit Stress und Druck in Verbindung gebracht werden. Durch die Stresshormone Adrenalin und Cortisol sterben neu gebildete Zellen nämlich sofort wieder ab. Der optimale Kompromiss sieht also eine mäßige Bewegung im eigenen Tempo vor. Nordic Walking oder klassisches etwas zügiges Spazieren ohne Stöcke ist genauso sinnvoll wie eine Rad- oder eine Wandertour. 

Damit es mit diesen Abläufen nicht bald langweilig wird und Sie den Sport doch wieder aufgeben, bekommen Sie im weiteren Verlauf konkrete Tipps und Beispielübungen für verschiedene Sport Niveaus an unterschiedlichen Orten. Vergessen Sie nicht, jede Übung in Ihrem eigenen Tempo auszuführen und sich nicht zu vergleichen. 

Achtung: Das richtige Trinken in entsprechender Dosierung nicht vergessen.